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Textile Art 2017: Textile Schätze aus Kirgisistan

IMGP2458Unter diesem Motto stellen wir auch in diesem Jahr wieder auf der traditionellen Berliner Verkaufsmesse textiles Kunsthandwerk aus Kirgisistan vor. Die Messe findet vom 24. bis 25. Juni im Phorms-Campus Berlin-Mitte statt www.textile-art-berlin.de und Kirgisistan wird im 4. Stockwerk, Raum 422 zu finden sein.

Die in den Bergen des Tienschan lebenden Nomaden haben unter den rauhen klimatischen Bedingungen über Jahrhunderte eine ganz eigene, auf die Erhaltung des fragilen Gleichgewichts zwischen Natur und Mensch ausgerichtete Kultur entwickelt. Zentraler Aspekt der kirgisischen Lebensweise ist die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Und das sind zwischen den Siebentausendern eigentlich nur die Herden der Viehzüchter: Hammel, Schafe, Pferde, Kamele, Yaks. Sie liefern die Nahrung, den Brennstoff – sowie Leder und Filz, die für die Behausung, die Kleidung und den Haushalt genutzt werden und die über die uralten Wege der Seidenstraße gegen Waren getauscht werden.

Heute macht den besonderen Reiz der kirgisischen Textilkunst die Verbindung von jahrhundertealten Kulturtechniken und modernem Design aus, die Symbiose von traditionellen Motiven der Volkskunst mit den Ideen der modernen Multimedia-Community.

Schwerpunkt unserer Präsentation sind dieses Jahr bestickte und gewebte Textilien aus Kirgisistan, also Traditionelle kirgisische Stickereien - Tush Kiiz - und Webarbeiten - Bo'o.

IMGP2381Tush Kiiz ist eine Art Wandbehang, der früher in jeder Jurte hing und deshalb eine weite Verbreitung in Zentralasien hat. Ursprünglich verkörperte er ein Amulett, verlor diesen Sinn aber im Laufe der Zeit. Trotzdem blieben seine rituelle Bedeutung und seine ursprüngliche Form  – ein nach unten geöffnetes Rechteck –  erhalten.

Bo'o ist ein Gesamtbegriff für gewebte Gurte, die in und um die Jurte eingesetzt werden. Dabei haben die  Nomaden Zentralasiens auch reiche Erfahrung im Weben. Vor der Einführung industriell gewebter Stoffe haben sie ihren Eigenbedarf zuhause gewebt. Weil die Kirgisen bis in die 1930er Jahre Nomaden waren, fand das Weben auf Webstühlen statt, die leicht aufzustellen und abzubauen waren. Die Wolle stammte von Schafe, Ziegen, Kamele und Yaks.

Das Sortiment aus Taschen, Täschchen & Tragebeutel aus Materialien der Seidenstraße zeigt den Einsatz der textilen Techniken. Sie sind nicht nur schön sondern auch noch praktisch.

Und gehörten zu jeder Jurte als Behälter zum Aufbewahren und Transportieren von Einrichtungsartikeln und Gegenständen des täglichen Lebens. Daher widerspiegeln die speziellen Formen der Taschen auch den jeweiligen Verwendungszweck. Wer sich dafür interessierte, der  sollte im 4.OG Raum 422 genauer hinschauen.

Wer sich nochmal detailierter über  kirgisische Textilkunst wie Filz, Shyrdaks, Ala-kiiz, Chii, Ak Kalpak, Chapan und Kurak  informieren möchte, kann gern nochmal auf unserer Webseite unter Art > Textil Art nachschlagen.

Ansonsten: Herzlich Willkommen auf der Ausstellung – und eine große Tasche nicht vergessen, denn es wird hier in der Ackerstrasse 76 die Chance bestehen, einmalige Geschenke für Freunde und Bekannte aus erster Hand zu erwerben!

Ort:
Phorms-Campus Berlin-Mitte
Ackerstraße 76
13355 Wedding

4. Stockwerk, Raum 422

Öffnungszeiten:
24. bis 25. Juni 2017

Samstag 24.6., 10–18 Uhr
Sonntag 25.6., 10–17 Uhr

Modenschauen: Samstag 24.6., 19–21 Uhr

 

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