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ArchitekturführerArchitektur ist gebaute Geschichte. Wer mehr als eine alte Mauer, ein seltsames Haus oder eine vielleicht schon etwas ramponierte Fassade sehen will, braucht kulturellen Kontext. In Städten wie Rom, Paris oder Istanbul kennt man den (mehr oder weniger) aus der Schulzeit, dem Fernsehen oder man schaut im Internet nach. Aber in Bischkek? Was vor 150 Jahren eine kleine Lehmfestung am Rande der Welt war, ist heute eine Hauptstadt mit knapp einer Million Einwohnern, die in vier Generationen dreimal den Namen wechselte und in der drei Gesellschaftsordnungen ihre baulichen Spuren hinterließen. Diese Spuren zu lesen, zu verfolgen, einzuordnen ist ohne einen klugen und profunden Guide unmöglich. Und so kommen viele Reisende mit nicht mehr als ein paar Klischees aus der Kapitale Kirgistans zurück: überall kleine Verkaufsstände, viele Reklametafeln, irgendwie nach Ostblock aussehende in die Jahre gekommene Neubauviertel, dazwischen Zuckerbäckerstil, exotische Ornamentik, Spiegelglasfassaden und ein paar breite Straßen. (mehr …)

kochbuchEin weiser Spruch lautet: Sage mir, was Du isst und ich sage Dir, wer Du bist. Bisher war klar: wer Beschbarmak, Schakarap, Kuurdak und Plov isst wird wohl aus Kirgistan sein. Denn diese Gerichte stehen selbst in Berlin, der Metropole des Ethno-Kochens, nur da auf dem Tisch, wo eine Hausfrau oder ein Hausmann aus Kirgistan den Kochlöffel schwingt, und es gibt bei uns keine kirgisischen Restaurants. Wer die Gerichte einmal genossen hat wird bisher auch vergebens nach einem Kochbuch gesucht haben. Diese Not hat jetzt endlich ein Ende. Das erste deutschsprachige Kochbuch zur Küche des fernen Landes im Tienshan ist gerade erschienen. Zu verdanken haben wir das Dariya Sukulova, der jungen kirgisischen Autorin, und dem Verlag Inspiration Un Limited. (mehr …)

DSC_0597Wechselhaftes Wetter, dampfender Plov, Feuerschein in der großen Jurte und jede Menge junges Volk auf den Wiesen des Nomadenlandes – das war unser Frühlingsfest 2016 in Potsdam.

Eigentlich ging es schon drei Tage früher los – die Premiere von Mirlan Abdykalykovs Film “NOMADN DES HIMMELS” im Kino in den Hackeschen Höfen war eine perfekte Einstimmung auf das Frühlingsfest im Nomadenland. Und dann folgten zwei Tage mit Einkaufen, Möhren schneiden, Putenfleisch für den Schaschlyk einlegen, Kuchen backen, den Wetterbericht verfolgen und Khan Tengri um den Wettersegen bitten – es gab viel zu tun für das Vorbereitungsteam um Shirin, Frank, Asel, Gulja, Ainura, Galija, Asyl und Matthias Michael, den Landesvater des Nomadenlandes. Am Sonnabend um 10.00 Uhr war dann ganz pünktlich der Start für die Chefköche an den Jurten auf der Sommerweide an der Viereckremise. (mehr …)

Bild 2_280Es ist wieder soweit – die Sonne steigt in enormem Tempo immer höher und es wird Zeit, auf die Frühlingsweiden zu ziehen. Wie jedes Jahr natürlich im Nomadenland. Am Sonnabend, dem 16. April, machen wir unser jährliches Frühlingsfest. Wie es schon gute Tradition ist, wieder in Potsdam auf dem Remisenpark am BUGA Gelände (Eingang an der Viereckremise nahe der Georg-Herrmann-Allee). (mehr …)

Ohne TitelErinnert Ihr Euch noch an den "Dieb des Lichts"? Wir hatten den Berlinale-Film vor ein paar Jahren sogar mit auf unserem kirgisischen Filmfestival vorstellen können und am Rand der Berlinale ein sehr interessantes Gespräch mit Aktan Arym Kubat, dem Regisseur.

Die gute Nachricht für alle Fans dieses Films: Jetzt kommt Aktan's Sohn Mirlan Abdykalykov nach Berlin. Er bringt einen eigenen Spielfilm  "Nomaden des Himmels" mit.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt dieser Film bereits bei seiner Weltpremiere im Rahmen des Karlovy Vary International Film Festival 2015 und beim 25. Filmfestival Cottbus. Im Film erzählt Mirlan die Geschichte einer Nomadenfamilie, die zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden, von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgisistans lebt. (mehr …)